Die Mönchengladbacher Kfz-Betriebe bieten jetzt Winter-Checks an.

Irgendwas ist immer. Ein Eispanzer drückt auf die Scheiben, die Batterie versagt, das Auto driftet aus der Kurve. Frost, Eis, Schnee und Streusalz stellen Fahrer und Fahrzeug im Winter auf eine harte Probe. Umso fahrlässiger: Viele Autobesitzer verlassen sich auf die Fehlermeldungen des Bordcomputers. Und wer prüft beim Tankstopp schon Luftdruck, Füllstände und reinigt die Scheinwerfer?

Ein Check in der Werkstatt kostet nicht die Welt und bringt Sicherheit. Erst recht, wenn es zum Skiurlaub in die Berge gehen soll. Neben dem Test von Bremsen, Lenkung, Stoßdämpfern und Auspuff machen die Profis auf der Checkliste diese Häkchen.

Batterie mit voller Power

Da gibt es nichts schön zu reden: Seit Jahren belegt eine schwächelnde Batterie in der ADAC-Pannenstatistik den unrühmlichen ersten Platz. Den größten Anstieg von Defekten verzeichnen die Gelben Engel zwischen dem fünften und sechsten Jahr. Die Werkstatt prüft Spannung und Kaltstartleistung, säubert und fettet die Pole. Ältere, schwache Stromspender werden rechtzeitig ausgetauscht.

Werkstatt-Tipp: Hilfreich für zwischendurch sind ein Ladegerät und für den Pannenfall unterwegs ein Ladekabel.

Leuchten mit Strahlkraft

Damit Scheinwerfer und Heckleuchten ausreichend Licht ins Dunkel bringen und den Gegenverkehr nicht blenden, werden sie samt richtiger Einstellung gecheckt, notfalls ersetzt.

Werkstatt-Tipp: Die Leuchten häufig und schonend reinigen. Dafür reicht ein weiches Tuch, etwas Spülmittel oder Autoshampoo und reichlich Wasser. Hände weg von Eiskratzern, Fliegenschwämmen und Trockenreinigung.

Reifen mit Alpine-Symbol

Zeit zum Wechseln. Auf Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte sind jetzt Winterreifen mit Alpine-Symbol vorgeschrieben. Ausnahme: Bis Ende 2017 produzierte M+S-Reifen ohne die Kennzeichnung dürfen noch bis 2024 rollen. Auf der Werkstatt-Agenda stehen Zustand, Profil, Alter und Innendruck der Reifen. Nun noch das Repair-Kit auf das Haltbarkeitsdatum prüfen – fertig.

Werkstatt-Tipp: Alle vier bis sechs Wochen sollte der Luftdruck gemessen werden. Dabei lohnt ein kritischer Blick auf die Pneus.

Flüssigkeiten mit Frostschutz

Jetzt gehört Frostschutz in Kühlsystem und Scheibenwaschanlage. So friert nichts ein – weder Motor, noch Wischerdüsen. Bei Fahrzeugen mit Scheinwerferreinigungsanlagen füllt die Werkstatt speziell für die empfindlichen Polycarbonat-Scheiben zugelassenes Wischwasser auf. Praktisch: Wer eine Fertigmischung für das Scheibenwischwasser an Bord hat, muss nicht Wasser und Frostschutz penibel mixen.

Werkstatt-Tipp: Ein Druck auf den Wischerhebel am Abend spült scharfe Streumittelreste von der Scheibe. Ein Druck auf den Wischerhebel vor der Abfahrt bringt den Frostschutz direkt an die Wischerdüsen.

Frontscheibe mit Durchblick

Keine Risse oder Steinschläge in der Frontscheibe? Keine Schäden an den zarten Wischergummis? Kein Schmutz auf Außen- und Innenscheibe? Ist soweit alles gesichtet, repariert, ausgetauscht und top sauber – gute Winterreise!

Werkstatt-Tipp: Die gute alte Abdeckfolie hält die Frontscheibe über Nacht eisfrei. Einfacher und günstiger geht’s nicht.

Helfer mit Weiterfahrt-Garantie

Warndreieck, Warnwesten, Verbandkasten und im Gebirge Schneeketten sind Pflicht. Diese Helfer sollten es unbedingt auch sein: Handfeger,  Scheibenenteiserspray/Eiskratzer, Starthilfekabel, Antibeschlagtuch, Abdeckfolie, Türschlossenteiser bei konventionellen Schlössern, warme Decke, Handschuhe.

Werkstatt-Tipp: Für das Freischaufeln der Räder nach starkem Schneefall einen Spaten aus Metall kaufen.

Plastikschaufeln zerbrechen schnell.

Das Schlauchboot soll an die See, das Rad mit in den Wald. Automobilisten müssen nicht erfinderisch sein: Ihre Fahrzeuge bieten reichlich Platz für den
Transport auf dem Dach und am Heck. Träger und Boxen halten die Ladung dort fest im Griff. „Vorausgesetzt, es wird vorschriftsmäßig montiert, gepackt und gefahren“, informiert Peter Fischer, Obermeister der Mönchengladbacher KFZ-Innung.

Das kleine Lade-Einmaleins: 

Sicher montieren
Egal, ob Dachbox oder Fahrradträger – nicht für alle Systeme bietet das Auto von vornherein die Voraussetzungen. Auf dem Dach ist ohne Reling und am Heck ohne Anhängerkupplung kein Transport möglich.

Am besten, man überlässt die Nachrüstung der Werkstatt. Denn bei falsch montierter Dachbox oder falsch montiertem Heckträger besteht nicht nur Lebensgefahr für Autoinsassen und andere Verkehrsteilnehmer, der Fahrer haftet auch für eventuelle Schäden. 

Wie viel das Auto schleppen darf, steht in den Papieren: Die Dachbox samt Inhalt darf die zulässige Dachlast nicht überschreiten.

Räder und Heckträger dürfen nicht schwerer sein als es die Stützlast der Anhängerkupplung erlaubt. Das ist wichtig, denn vor allem Elektrofahrräder bringen im Vergleich zu normalen Bikes locker das Doppelte des Gewichtes auf die Waage. 

Sicher laden
Hauptsache rein damit und zumachen? Vergessen Sie’s. Schon bei der ersten Vollbremsung rutscht die ganze Chose in der Dachbox nach vorn und die Box schlimmstenfalls runter vom Dach.

Faustregel: Schweres nach unten und fest verzurren, Leichtgewichte wie Schnorchel und Schwimmflossen gut verteilt dazwischen und darüber.

Heckträger spielen für den Radtransport in punkto Handling und Sicherheit gegenüber den Dachträgern ihre Vorteile aus: niedrige Ladehöhe, geringerer Luftwiderstand beim Fahren, Platz für schwere E-Bikes.

Laderampen erleichtern das Muskelspiel beim Raufhieven. Und an den Kofferraum kommt man aufgrund des Abklapp- oder Ausziehmechanismus immer noch gut ran. 

Der Test vor Ort beim Händler bringt Klarheit, ob das Auto zum System passt und das System zum Nutzer. Nicht vergessen: Nach ein paar Kilometern sollten Box und Träger nochmals auf ihren festen Sitz überprüft werden.

Und mit einer guten Diebstahlsicherung lässt sich das Fischbrötchen am Strand wesentlich entspannter genießen. 

Sicher fahren 
Die Fahrt mit den Schwergewichten obenauf oder hintendran macht das Fahren nicht leichter: Der Bremsweg wird länger, das Lenken schwerer, das Kurvenverhalten problematischer, der Seitenwind aggressiver, die Sicht nach hinten ist eingeschränkt.

Tipps, wie man mit Sack und Pack sicher ans Ziel kommt:

  • Tempo 120 bis 130 nicht überschreiten (Aufschluss geben die Installationsanleitungen),
  • den Abstand zum Vorausfahrenden vergrößern,
  • stets bremsbereit fahren,
  • in Kurven langsamer rollen,
  • auf Brücken und nach Waldstücken mit Seitenwind rechnen.

 

 

Hybridautos, E-Mobile, Fahrzeuge mit Brennstoffzellen – alle Welt spricht über neue Antriebe, über die Autobeleuchtung kommt nur wenig ans Licht.

Bringt die Branche den Fahrern nichts Erhellendes? Wie sieht das Autolicht der Zukunft aus? Was kommt, und was bleibt? Carsten Aring von Hella Gutmann Solutions gibt Antworten.

Welchen Stellenwert hat das Licht bei der Entwicklung von Autos heute?

Das Autolicht gewinnt in zweierlei Hinsicht stark an Bedeutung. Jeder Hersteller gestaltet charakteristische Beleuchtungseinrichtungen für seine Modelle und setzt damit wichtige Wiedererkennungsmerkmale für die Marke. Und hatte Licht früher allein die Aufgabe, die Straße auszuleuchten, zählen heute mehr denn je Assistenzfunktionen. Das Autolicht der Zukunft strahlt hell, präzise und intelligent.

 

Halogen, Xenon, LED, OLED, Laserlicht  – was kommt, was bleibt?

Halogen besitzt immer noch Entwicklungspotenzial und wird mit seinem unschlagbaren Preis-Leistungsverhältnis auch weiter besonders in Kleinwagen und in Fahrzeugen der Kompaktklasse leuchten, in der Mittel- und Oberklasse aber keine Rolle mehr spielen. 

Xenon-Licht hat heute schon seine Strahlkraft verloren. Im kommenden Jahr werden lediglich zirka vier Prozent der Scheinwerfer-Neuentwicklungen auf der Xenon-Technologie beruhen. Und dann auch nur mit einer Lumenzahl von unter 2000. Alles, was darüber hinausgeht, setzt eine Scheibenreinigungsanlage und eine Niveauregulierung voraus. Die treiben den Preis nach oben. Die Lichtquellen der Zukunft heißen LED, OLED und Laserlicht.

 

Was macht LED, OLED und Laserlicht so attraktiv?

Sie punkten mit einem geringeren Energieverbrauch, kleiner Bauform, die den Designern großen Spielraum lässt, und mit einer deutlich höheren Flexibilität. Lichtbasierte Assistenzsysteme sorgen für das ideale Licht in fast jeder Fahrsituation. Sie machen andere Verkehrsteilnehmer sichtbar oder blenden diese in Bruchteilen von Sekunden aus.

Beispiel Digital Light: Das blendfreie LED-Fernlicht in HD-Qualität ist mit der Funktionalität eines Beamers vergleichbar. Es projiziert Verkehrszeichen, Navi-Hinweise oder in engen Baustellen die eigene Fahrzeugbreite als Streifen zur Orientierung auf die Fahrbahn.

Die Optionen, die Lichtverteilung optimal an die jeweilige Umgebung anzupassen, sind nahezu unbegrenzt. Auch die Interaktion mit anderen Verkehrsteilnehmern wird möglich. So erhalten Fußgänger mit auf die Straße projizierten Zebrastreifen den Vorrang. Bis zum Erreichen der Serienreife wird es aber noch ein wenig dauern.

Das alles bringt Vorteile besonders im Dunkeln. Unterm Strich macht das Autolicht das Fahren komfortabler und sicherer.

 

Brauchen autonom fahrende Autos überhaupt noch Licht?

Solange ältere und neue Fahrzeuge im Mischverkehr rollen, ja. Der Gesetzgeber schreibt für alle vor, wie viel Licht auf die Straße emittiert werden muss – mindestens 1000 Lumen. Bis zum Level 4 (Vorstufe zum autonomen Fahren) bleibt der Fahrer der letzte, der in gefährlichen Situationen eingreifen muss. Gute Ausleuchtung ist da essentiell, um die Lage richtig einschätzen und angemessen reagieren zu können.

 

Wird die Innenbeleuchtung künftig mehr im Fokus stehen?

Sie wird vor allem individueller. Licht und Farbe beeinflussen bekanntlich Gefühle und Stimmungen. Die Ambiente-Beleuchtung beispielsweise hat mit einem Wechsel von Farben und Helligkeiten eine wichtige psychologische Wirkung. Sie kann müde Autofahrer aufmuntern, aggressive Lenker hingegen beruhigen. Dabei geht es nicht allein um die Armaturen-Beleuchtung.

Licht an den Türen, den Schwellern, im Fußraum, vorm Spiegel oder im Handschuhfach – das Gesamtkonzept entscheidet. Präziser und ohne den Fahrer abzulenken wird in Zukunft auch das Licht zum Lesen und Spielen für die Insassen leuchten.

Gleißendes Licht, Blendung auf nasser Straße, extreme Hell-Dunkel-Wechsel, tief stehende Sonne – beim Autofahren muss eine Sonnenbrille mehr leisten als beim Spaziergang.

Nur einen Augenblick geblinzelt, schon ist der Fahrer für Sekunden im Blindflug unterwegs.

Neben der Unfallgefahr setzen Autofahrer ohne den Augenschutz auch ihre Gesundheit aufs Spiel. Allein die unsichtbaren UV-Strahlen können bleibende Schäden hinterlassen.

Zehn Prozent aller Erkrankungen am Grauen Star (Linsentrübung) entstehen nach Angaben des Kuratoriums Gutes Sehen durch UV-Strahlen beziehungsweise werden durch diese verstärkt. 

UV-Licht kann auch die Netzhaut nachhaltig schädigen. Und das alles unbemerkt und schleichend. Umso wichtiger ist die richtige Sonnenbrille  beim Autofahren.  Doch welche Gläser sind geeignet? Und worauf ist beim Kauf zu achten?

 

UV-Schutz

Sonnenblenden hin, UV-Schutz in der Frontscheibe her – durch die Seitenscheiben gelangt immer noch reichlich ultraviolettes Licht ins Auto. Was viele nicht wissen: Die UV-Intensität ist schon im April genau so stark wie im August. 

Käufer sollten auf das CE-Zeichen am Innenbügel achten. Damit ist gewährleistet, dass die Brille im Hinblick auf den UV-Schutz und auch sonst alle europäischen Richtlinien erfüllt.

Zusätzlich können auch die Vermerke "UV400" oder "100 Prozent UV-Schutz" draufstehen. Weil all das leider nicht überprüft wird, sollten die Gläser von namhaften Herstellern und beim Augenoptiker gekauft werden. Die testen auch den UV-Schutz und passen die Brille an. 

 

Getönte Gläser

Sie geben Blendschutz vor dem sichtbaren Lichtanteil. Das bringt Sicherheit, sorgt aber auch für ein entspanntes Sehen. Es gibt fünf Tönungsstufen. Je höher die Zahl, desto stärker der Blendschutz.

Für das Autofahren empfehlen Augenärzte die Blendschutzkategorie 2 mit einem Lichtdurchlass von 18 bis 43 Prozent. Daumen hoch auch für Verlaufstönungen, die den ungetrübten Blick auf die Armaturen erlauben und zudem beliebte Eyecatcher sind.

 

Gläser mit Polarisationsfilter

Nichts ist schlimmer als bei tief stehender Sonne von einer nassen oder flirrenden Straße geblendet zu werden. Gläser mit Polarisationsfilter senken diese Spiegelung des Sonnenlichts auf reflektierenden Oberflächen. Die Augen bleiben fit. 

 

Sonnenbrillen mit Korrektion

Wenn schon mit Sonnenbrille, dann muss sie – ohne Kontaktlinsen drunter – laut  Eintrag im Führerschein auch die geforderte Sehschärfe haben. Technisch und modisch müssen Fehlsichtige dabei auf nichts verzichten.

Die Gläser können gewölbt, selbsttönend oder farbig verspiegelt sein. Wer dagegen die Alltagsbrille mit getönten Clips zur Sonnenbrille hochrüstet, liegt sogar noch im Trend.  

 

Brillengröße

Große Gläser von den Augenbrauen bis zum Jochbein, schmale Bügel – so gelingt der Spagat zwischen Rundumschutz und seitlicher Sicht. Die Brille sollte auch nah genug vor den Augen sitzen, um möglichst wenig UV-Licht abzubekommen. 

 

Gläserfarbe

Autofahrer müssen Farbe bekennen, sprich: Ampel-Signale sehen. Die natürlichste Farbwiedergabe haben graue und braune Gläser.

Scheiben in flippigem Orange und Gelb, aber auch Mintgrün, Baby-Blau und Rosé haben es 2018 zwar in die Top Ten geschafft, einige verschärfen auch die Kontraste – hinterm Lenkrad sind sie allerdings nicht zu empfehlen.

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